Köln

Medienstadt am Rhein, römisches Erbe und Karneval – eine Stadt mit einem Hauch Größenwahn, der nicht unsympathisch rüberkommt.

In einer echten Kölschen Kneipe würden allenfalls ein Ahnungsloser oder ein ausgesprochener Dangerseeker ihr Alt bestellen. Der Legende nach beruht das Konkurrenzverhältnis zwischen Köln und Düsseldorf auf einer „Schlacht von Worringen”. Es wird seit 1288 gepflegt, aktuell vorzugsweise im Rheinischen Karneval ausgetragen (weil die Düsseldorfer Fortuna nicht mehr Erstklassig spielt) und ist (unter anderem) per ausführlichem Wikipediaeintrag dokumentiert. Wenn sein FC fünf Spiele in Serie gewinnt, denkt der Kölner an Meisterschaft. Es liegt ein Hauch von Größenwahn über der Stadt, die seit römischer Zeit bedeutend ist, worin besagte Megalomanie vermutlich wurzelt. Das freilich kommt nicht unsympathisch rüber. Eine Imagestudie aus dem Jahr 2002 kam zu dem Ergebnis, dass relevante Imagefacetten der Stadt von Kölnern und Nichtkölnern gleichermaßen stabil positiv bewertet werden. Gewisse Qualitäten, der Standort als Medienstadt z.B., bewertet der Kölner selbstredend besser als ein Auswärtiger.

Text · Wolfgang Kienast

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